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JAMES-Studie 2018

Die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) hat 2018 erneut eine repräsentative Umfrage zum Gebrauch von Medien der 12-19-Jährigen in der Schweiz durchgeführt. 

Hier die wichtigsten Ergebnisse:

Vieles bleibt seit 2010 oder 2012 (gewisse Fragen wurden dann ein erstes Mal gestellt) mehr oder weniger gleich. Doch es gibt auch Bereiche mit signifikanten Unterschieden:

  • Zum ersten Mal zeigt sich eine Veränderung bei den non-medialen Freizeitaktivitäten: Die Jugendlichen unternehmen häufiger etwas mit der Familie, treffen sich dafür weniger mit Freundinnen und Freunden.
    → Anzeichen von Cocooning?
  • Die Bedeutung von Streaming-Diensten nimmt markant zu: Mehr als die Hälfte aller Haushalte, in denen Jugendliche wohnen, verfügen über ein Abonnement, um Musik und Filme zu streamen. Erstmals gibt es mehr Film- und Serienstreaming-Abos als Zeitungsabos.
    → Wie wirkt sich dieses Unterhaltungsschlaraffenland auf Jugendliche aus?
  • In den letzten vier Jahren wurde eine signifikante Zunahme von Cybergrooming festgestellt. Ein Drittel der Jugendlichen gibt an, dass er/sie schon einmal online von einer fremden Person mit unerwünschten sexuellen Absichten angesprochen worden ist.
    → frühe Aufklärungsarbeit dringend notwendig.
  • Die Allgegenwärtigkeit des Handys ist ungebrochen: 99% der Jugendlichen besitzen ein Smartphone. Bemerkenswert ist dabei ein weiterer Anstieg der täglichen Surfdauer an den Wochenenden: im Durchschnitt 4h pro Tag (vorher 3h40). Die durchschnittliche Surfdauer an einem normalen Wochentag liegt unverändert bei 2,5 h.
  • Gerätebesitz: bei digitaler Fotokamera, DVD- und mp3-Player und Radio ist weiter eine rückläufige Tendenz zu verzeichnen. Dies liegt wohl daran, dass der Alleskönner Smartphone diese Funktionen übernommen hat.
    Bei Tablets ist erstmals eine Sättigungstendenz zu beobachten.
    → Wie verändert sich das im Zuge des Einsatzes von Tablets in Schulen?
  • 87% bzw. 86% der Jugendlichen haben ein Konto bei Instagram bzw. Snapchat. Rund ¾ bewegen sich täglich auf diesen beiden Plattformen, ein Grossteil davon nutzt diese sogar mehrmals täglich.
  • Fortnite ist rasch das beliebteste Game geworden. Die bisherigen Top-Titel bleiben aber wichtig.
    → Trend zu "soft violence", harmlos oder verharmlosend?

Alle Resultate der Jamesstudie 2018 zum Nachlesen auf der Webseite der ZHAW.