BYOD

"Bring Your Own Device"


 

Nach den positiven Erfahrungen mit den Pilotprojekten, die beispielsweise am Kollegium Gambach durchgeführt wurden, wird der Kanton Freiburg BYOD ab Beginn des Schuljahres 2020 für alle Klassen der Sekundarstufe 2 im ersten Jahr einführen.

Auf dieser Seite finden Sie verschiedene nützliche Informationen und Dokumente für eine erfolgreiche Umsetzung von BYOD in den Schulen.

ENTSCHEIDUNGSHILFE UND FALLSTUDIEN

BYOD - Etudes de cas et guide à la décision

Leitfaden mit Fallstudien aus europäischen Ländern für Schulleitungen 

Dieser 2015 publizierte Leitfaden wurde vom European Schoolnet in Zusammenarbeit mit den nationalen Bildungsministerien in der Interactive Classroom Working Group entwickelt. Seine Online-Version wird stetig aktualisiert.

Ziel des Leitfadens ist es, Schulleitungen, politische Akteur/innen und andere Entscheidungsträger/innen sowohl mit den neuesten Informationen, Trends, Meinungen und Beispielen aus den Schulen Europas im Bereich Bring Your Own Device (BYOD) als auch mit relevanten Lehren aus Implementierungen aus aller Welt zu versorgen.

Version anglaise (PDF)

Version allemande (PDF)

Zusammenfassung der wichtigsten Schlussfolgerungen des Leitfadens

One-to-One-Computing – das heisst, dass jeder Person ein Gerät (Laptop, Netbook, Tablet, Smartphone) zur Verfügung gestellt wird – entwickelt sich in vielen Aus- und Fortbildungskontexten überall auf der Welt zunehmend zum Standard.

Die Schulen setzen immer mehr digitale Geräte ein, um den Unterricht und das Lernen in der Schule und auch ausserhalb zu unterstützen. Allerdings ist die Umsetzung von One-to-One-Computing für die Schulen mit hohen Investitionen verbunden. Hinzu kommt, dass die Geschwindigkeit, mit der einige Technologien von neuen Entwicklungen abgelöst werden, ebenso wie die Kosten für die Unterstützung und Wartung insbesondere bei den öffentlichen Schulen Zweifel an der langfristigen Tragfähigkeit dieser Strategie wecken. Dies ist auch der Grund für das wachsende Interesse an BYOD (Bring Your Own Device).

Forschungen des European Schoolnet haben gezeigt, dass sich BYOD immer mehr verbreitet. In 38 % der europäischen Schulen ist es den Schülerinnen und Schülern erlaubt, ihre eigenen mobilen Geräte mitzu­bringen und das WiFi-Netz der Schule zu nutzen, wobei Dänemark, Portugal und Schweden hier die Spitzen­reiter sind und Strategien zur Einbettung von BYOD haben. Allgemein ist BYOD mehrheitlich in den schu­lischen Einrichtungen der Sekundarstufe I und II verbreitet.

Die Definitionen von BYOD variieren und in den Schulen werden unterschiedliche Strategien zur Umsetzung dieses Ansatzes verfolgt. Gewisse Schulen erlauben nur Gerätemodelle, die vorgängig genehmigt oder über die Schule beschafft werden. Dies vereinfacht den technischen und pädagogischen Support und trägt dazu bei, dass sich die Schulleitungen, Lehrpersonen und das technische Personal sicher fühlen in Bezug auf den kulturellen Wandel, den BYOD mit sich bringt.

Aus den Fallstudien in diesem Leitfaden ergeben sich die folgenden wichtigsten Erkenntnisse:

  • Eine Schule, die mit BYOD arbeiten will, muss über eine sehr schnelle Internetverbindung verfügen, um einer grossen Zahl von gleichzeitigen Benutzerinnen und Benutzern einen zuverlässigen Dienst anbieten zu können. Unterstützung durch das IT-Personal und/oder durch eine geeignete externe IT-Support-Firma ist ebenfalls sehr wichtig.
  • Die Schulen können zwar Kosten sparen, wenn die Schülerinnen und Schüler respektive ihre Eltern für die mobilen Geräte bezahlen. Wahrscheinlich ist aber eine ähnlich hohe Investition in die Modernisierung und die Wartung der Infrastruktur notwendig wie beim Szenario, in dem die Schule die Geräte bereitstellt (One-to-One-Computing).
  • Eine Schulung ebenso wie eine technische und pädagogische Unterstützung der Lehrpersonen sind grundlegend.
  • Wie bei jeder innovativen Strategie müssen die leitenden Personen einbezogen und informiert werden. Nur so kann ein Kulturwandel herbeigeführt und können die pädagogischen Zielsetzungen der Strategie erreicht werden.
  • Die am häufigsten erwähnten Vorbehalte gegen BYOD – vor allem, wenn die Nutzung der privaten Geräte der Schülerinnen und Schülerinnen verlangt und nicht freiwillig ist – betreffen die Chancengleichheit und Inklusion. Die Forschenden, Lehrpersonen und Entscheidungsträger/innen scheinen sich einig zu sein, dass Massnahmen ergriffen werden müssen um sicherzustellen, dass alle Schülerinnen und Schüler unabhängig von ihrem sozioökonomischen Hintergrund Zugang zu qualitativ gleichwertigen Geräten haben. In gewissen Ländern ist die Chancengleichheit ein besonders heikles Thema, da sich die Bevölkerung und die Eltern auf den Standpunkt stellen, dass BYOD im Widerspruch zum Grundsatz steht, dass Bildung kostenlos zugänglich sein muss.

TECHNISCHER LEITFADEN

Guides BYOD

Technische Leitfäden für Schulleitungen und Informatikverantwortliche (auf Englisch)

Der ausführliche Bericht und die Pocket-Guides enthalten sachdienliche Informationen im technischen Bereich zuhanden der Schulleitungen und Informatikverantwortlichen.

Damit helfen sie bei der Bedarfsanalyse, der Planung und der laufenden technischen Überwachung von BYOD-Projekten. Sie bieten aber auch Empfehlungen und Best-Practice-Beispiele.

Full Report:

Pocket Guides: